POP-UP #1 IM KUNSTHISTORISCHEN MUSEUM WIEN

Das Space Sharing Pop-Up #1 im Kunsthistorischen Museum Wien diente als Testlauf für die kommenden Pop-Ups in nationalen und internationalen Räumen der Kunst.

Das Pop-Up taucht in der Ausstellung auf und schreibt sich in das kuratorische Konzept ein. Es erzeugt ein Spannungsfeld zwischen Besprechung und Performance. Durch die Performance des „Reallabor Space Sharing“ im Kunstraum entsteht eine Nutzungsüberlagerung, eine Mehrfachnutzung, sowie eine Wechselwirkung mit den BesucherInnen. 

Bei der Guerilla-Aktion im Kunsthistorischen Museum Wien wurde noch ohne die raumbildenden Elemente wie dem Filter und dem Mobiliar, welche für die kommenden Pop-Ups vorgesehen sind, gearbeitet. Es wurden vorgefundene Elemente verwendet, in diesem Fall eine samtbezogene Bank vor Gemälden von Bruegel d.Ä., darunter die „Bauernhochzeit“, „Kinderspiele“ und der „Turmbau zu Babel“. Der, durch das Bezahlen des Eintritts, angemietete Raum, die Kunst und die Sitzmöglichkeiten wurden mit den BesucherInnen, dem kunstinteressierten Publikum und den MitarbeiterInnen geteilt.

Ein Aufsteller wies auf die Aktion hin, diese wurde u.a. auch von BesucherInnen dokumentiert. 

Der Künstler Banksy hat ab 2003 durch Guerilla-Aktionen in verschiedenen Museen, wie dem Louvre, dem MoMA, dem Metropolitan Museum of Art, seine eigenen Werke, gerahmt und mit Label versehen, an den Ausstellungswänden der Museen platziert.

SPLITTERWERK (http://www.splitterwerk.at) konzipieren seit 2003 „Objects in Museums“ und seit 2012 „White Walls in Museums“, bei welchen sie „Strategien der Behauptung, der Aneignung und der Montage“ verfolgen. 

Durch Werksbenennung und -beschilderung erheben sie bei „Objects in Museums“ Alltägliches zum Kunstwerk und bei „White Walls in Museums“ die Autorenschaft auf die bestehenden weißen Flächen unterschiedlicher Dimensionen im Ausstellungskontext. Sie eignen sich dadurch fremdes Eigentum an und montieren ihr jeweiliges Konzept in relevante Ausstellungen namhafter Museen. 

Die Pop-Ups des Reallabor Space Sharing, die Aneignung dreidimensionaler Bereiche in Kunsträumen, reihen sich ein in die Aktionen von Banksy und SPLITTERWERK und verfolgen das Konzept der Hybridisierung von Räumen.

VerfasserIn: Natascha Peinsipp // Fotos: Martin Gajdos /
Konzeption & Leitung: Mark Blaschitz, Edith Hemmrich, Natascha Peinsipp & Felix Steinhoff

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