IBA’27 SCHOOL 2019: HIGHRISE OF HAPPINESS – CASE STUDY LIVING 4.0

Bei der diesjährigen IBA’27 School wird sich das Team des Reallabor Space Sharings, ABK Stuttgart mit folgender Aufgabe auseinandersetzen:

HIGHRISE OF HAPPINESS – CASE STUDY LIVING 4.0

Case Study Living 4.0, in Kooperation mit dem Reallabor Space Sharing und der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart. 

Highrise of Homes, Theoretical project by SITE, 1981

Die Funktionstrennung der klassischen Moderne von Wohnen, Arbeiten und Freizeit und die damit verbundene monofunktionale Widmung von Flächen für Wohnbau, Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und für diverse Sondernutzungen zeichnet sich zunehmend als nicht mehr zeitgemäß ab.

Die traditionellen Wohnfunktionen wie Schlafen, Kochen, Essen und Körperpflege werden mittlerweile (wieder) zum Teil ausgelagert und treten tendenziell disloziert bzw. gedoppelt in Erscheinung, gleichzeitig aber ist mit den Möglichkeiten der Digitalisierung der Arbeitsplatz wieder in den Wohnraum eingedrungen. Mehr noch, User Fabrication und Manufakturen mit Ausstellungs- und Verkaufsräumen stehen der immer dezentraler organisierten Industrie 4.0 bald gleichberechtigt gegenüber – die Fabrica Diffusa, das zerstreute Werk, wird nicht lange mehr eine Ausnahmeerscheinung darstellen, sondern die Regel sein. Die Wohnung mutiert zum eigentlichen Lebensraum, sie erweitert sich zum Habitat, in der die zerstreuten Wohnfunktionen in unmittelbarer Nähe mit landwirtschaftlicher, handwerklicher und industrieller Produktion liegen und in der Arbeit und Freizeit in einander greifen.

Was wären die Folgen auf die Architektur? Wie sehen dazu die urbanen Lebensstrukturen des 21. Jahrhunderts aus? Wie werden im Zeitalter des Postfordismus die Wohnfunktionen neu geordnet und dabei auch neu in Beziehung gesetzt? In wie weit kann die Forderung nach ressourcenschonendem Umgang mit Raum als „Shared Space“ die Entwicklung neuer Nutzungsüberlagerungen ermöglichen und die zeitlichen bzw. räumlichen Grenzen zwischen den einzelnen Funktionen in naher Zukunft verschwinden lassen? Wie funktioniert das „Wohnregal“ der Zukunft und wie könnte es aussehen?

Im Rahmen der diesjährigen IBA School 2019 werden wir uns diesen zukunftsrelevanten Fragen stellen und im Sinne von „Space Sharing“ eine Nutzungsintensivierung von vielgeschossigen vertikalen Lebensräumen exemplarisch am Stuttgarter Stadtteil Rot / Böckinger Straße untersuchen.

VerfasserIn:  Ina Westheiden // Fotos: Highrise of Homes, Theoretical project by SITE, 1981 http://www.siteenvirodesign.com/content/high-rise-homes, 28.05.2016

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