OUTPUT HAPPINESS RESEARCH: ROCHE TOWER 1, BASEL (CH)

Im Seminar Happiness Research sind dieses Sommersemester von unseren Studentinnen spannende Analysen im Hinblick auf Space Sharing Potentiale bei weltweiten Architekturprojekten entstanden. Heute stellen wir ein Projekt vor, dass sich mit dem Thema new work zu einem hervorragenden Best Practice Projekt für Space Sharing eignet:

ROCHE TOWER 1, BASEL (CH)

Stadt: Basel
Land: Schweiz
Baujahr: 2015
ArchitektInnen: Herzog & de Meuron
Fläche: 74,200m²
Funktion: Büro

Perspektive vom Rhein

Der Roche-Tower 1, ein Projekt des Architekturbüros Herzog & de Meuron erstreckt sich mit seinen 178 m stadtbildprägend als höchstes Gebäude der Schweiz über dem Basler Rheinufer. Im Auge der Allgemeinheit ist er ein politisches Statement; ein Symbol für die Vorrangstellung der Pharmaindustrie im Dreiländereck, insbesondere in Basel.

Bestandsanalyse
Farblegende

Der Roche-Tower ist ein streng gegliederter Turm mit treppenartigen Abstufungen. Nach der Fertigstellung 2015 bietet das Gebäude Platz für etwa 2000 Mitarbeiter des Pharmakonzerns F.Hoffmann-La Roche AG. Daneben umfasst das Raumprogramm ein Auditorium mit 500 Sitzplätzen, Aufenthalts- und Pausenräumen für die Firmenangestellten und Terrassenflächen.

Im Hinblick auf Space Sharing, das sich darüber definiert, dass unterschiedliche Nutzergruppen verschiedene Aktionen zu unterschiedlichen oder denselben Zeiten an einem Ort durchführen, weist das Areal großes Potential auf. Im Gegensatz zu klassischen Bürogebäuden besteht beim Roche Tower beinahe eine volle Ausnutzung 24/7. Nach dem Ansatz „new work“ gibt es keine festen Arbeitsplätze. Diese sind für die Mitarbeiter über ein digitales Buchungssystem erst zugänglich, sobald man tatsächlich vor Ort ist.

Da es sich bei dem globalen Unternehmen um Kunden und Produktionen auf der ganzen Welt handelt, sind die Mitarbeiter in Teams nach Zeitzonen aufgeteilt. Somit entsteht nicht der herkömmliche Leerstand von Flächen ab etwa 18 Uhr, sondern selbst zu Nachtzeiten wird im Roche Tower gearbeitet. Tagsüber findet geteilter Raum statt, etwa in den großen Kommunikationszonen, Gemeinschafts- und Terrassenflächen, die die Mitarbeiter unter anderem zur freien Arbeitsbelegung, zum Essen, Telefonieren, Ausruhen oder Unterhalten nutzen können. Hier finden auch Veranstaltungen, Talks und zufällige Begegnungen statt.

Selbst zum Thema Nutzungsüberlagerungen kann das Projekt Ansätze aufzeigen, sodass Beispielsweise die Mensa gezielt außerhalb der Öffnungszeiten für Meetings geöffnet ist.

Infografik
Space Sharing Potentiale
Illustration

VerfasserIn: Sarah Behrens & Ina Westheiden // Grafik, Inhalt & Text: Katharina Müller, Rebecca Müller, Christine Root, Antonia Dürig

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