OUTPUT BRUTAL HAPPY: ARCHIVIEREN

Während der anfänglichen Konzeptphase im Semesterentwurf Brutal Happy wurde u.a. angeregt über den Bestand oder Abriss der Wiener Stadthalle diskutiert. Auch wenn der Entwurf im Grundsatz von einer Umnutzung und dem Erhalt der Wiener Stadthalle ausging, wurde es den StudentInnen frei gestellt auch ein Abriss bzw. Neubau Szenario zu wählen. Nach einigem hin und her war man sich einig: Wenn Abriss eine Möglichkeit ist, muss die Halle oder zumindest Teile davon, trotzdem irgendwie archiviert werden!

Bei der Bearbeitung kamen spannende Fragen auf wie: Wie archiviert man Architektur? Kann man sich dabei an Methoden der Kunst oder Wissenschaft orientieren? Wie wird Architektur zum Ausstellungsobjekt? Was an der Wiener Stadthalle ist tatsächlich würdig archiviert zu werden und wer entscheidet dies?

Entstanden ist eine inspirierende Studie zum Thema archivieren bestehend aus mannigfaltigen Collagen, filmischen Überlagerungen und einem Text:

Bei den Überlegungen, auf dem Areal der Stadthalle ein Architekturmuseum unterzubringen, entsteht ergänzend zu den Planungen im Bestand auch die Diskussion über den Neubau eines Museums. Damit dieser dem Denkmal der Stadthalle trotzdem gerecht werden kann, erstellen wir Studien darüber, welche Merkmale der Stadthalle eine Besonderheit verleihen und in welcher Form diese archivierbar wäre. Losgelöst von gängigen Archivierungsformen definieren wir anhand von uns festgelegten Parametern die baulichen und atmosphärischen Besonderheiten der Wiener Stadthalle. Beginnend mit dem Gedanken lediglich einen der Rainer‘schen Stühle zu erhalten, arbeiten wir uns an den Maßstäblichkeiten der Stadthalle entlang.

Anhand der ermittelten notwendigen Baumasse für einen Museumsneubau entstehen auf Basis geometrischer Grundformen Baukörper, die je zu einem Archivierungsgedanken zugeordnet werden können.

Mithilfe von Entwürfen bereits bestehender Museen und Utopien zitieren wir deren Bauformen. Daraus resultiert ein Wechselspiel zwischen den jeweiligen Archivierungsgedanken und dem potentiellen Neubau.

VerfasserIn: Sarah Behrens // Studentische Arbeiten & Text: Sara Enab, Lena Gössel, Svenja Krüger, Philipp Ma & Katharina Müller / Lehrende: Sarah Behrens, Mark Blaschitz, Natascha Peinsipp, Felix Steinhoff & Ina Westheiden

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