OUTPUT BRUTAL HAPPY: RESEARCH HUB

Im Projekt Research Hub haben sich die StudentInnen des Semesterentwurfs Brutal Happy der Frage der Verbindung von Kunst, Bildung und Wissenschaft gestellt. In der Wiener Stadthalle sollen diese Akteure alle zusammenkommen und so zu einem Zentrum für Forschung und Vermittlung werden, wie es noch nicht existiert.

Um unserer Verantwortung (als zukünftige ArchitektInnen) unseren Lebensraum mitzugestalten gerecht zu werden, müssen wir uns den Fragen der Zukunft stellen. Schlagworte hierzu sind Urban farming, Food Printing, Rapid Prototyping, Shared Society, Nachhaltigkeit, neue Bauwerkstoffe, Pre-, Re- and Upcycling, Baubotanik, Veränderungen des Waren- und Personentransports, etc. um nur einige zu nennen, die die Relevanz dieses Projekts unterstreichen.

Visualisierung Innenraum Wiener Stadthalle, Research Hub

Heutzutage ist die Wichtigkeit von transparenter Wissenschaftskommunikation immens gestiegen vor allem durch den gesellschaftlichen Austausch, der durch das Internet grundlegend verändert wurde. Diese Art der Wissenschaftskommunikation soll nun einen Raum in der Stadthalle Wien bekommen. Das Ganze ist aufgebaut wie ein Katalysator. Verschiedene Komponenten – wie Forschende, Experten und Akteure, Ideen, Menschen und Experimentierende aus verschiedensten Bereichen – treten temporär in die Stadthalle ein. Sie komprimieren sich in einem Raum – der Stadthalle Wien. Durch das AzW (Architekturzentrum Wien) als Aktivator entsteht hier ein Netzwerk aus Experten und Laien, woraus sich neue gesellschaftsrelevante Errungenschaften ergeben.

Nun folgt die Aktion: die erforschten Erkenntnisse werden angewandt, mit der Architektur in Verbindung gebracht und dann zu einer öffentlichen Ausstellung formatiert. Denn die Architektur an sich dient hier als allgemein relevante Disziplin. Hierdurch gelangen diese Informationen wieder an die Außenwelt.

schematischer Schnitt, Research Hub

Das Prinzip ist ein ständiger Forschungsprozess, der von gesellschaftlich relevanten Themen angetrieben wird und durch verschiedenste Akteure aufgegriffen, kombiniert und behandelt wird. Inspiriert vom Provisorium der Kunsthalle am Karlsplatz wird die Stadthalle von Röhren durchdrungen, die sinnbildlich für die Vernetzung stehen. Ihre Transparenz ermöglicht unter anderem auch den visuellen Austausch zwischen der Ausstellung, dem Forschungsbereich und der Außenwelt. Denn die Durchdringung der Stadthalle ist auch von außen ablesbar und die Röhren dienen zu einer übergeordneten und globalen Vernetzung des Stadthallenareals.

Lageplan, Research Hub
Funktionsschemata UG, Research Hub
Funktionsschemata EG, Research Hub
Funktionsschemata 3OG, Research Hub
Funktionsschemata 4OG, Research Hub

Bei der Abschlusspräsentation wurde zu diesem Projekt vor allem kritisch diskutiert, ob die Wahl der architektonischen Ausformulierung in Glasröhren tatsächlich die Richtige war. Assoziationen von Mäuse Gehegen und der Kritik einer erneuten Trennung zwischen Kunst, Bildung und Forschung durch die Röhren innerhalb der Wiener Stadthalle lassen hieran zweifeln. Der inhaltliche Ansatz im Sinne der Verbindung der Akteure sowie die Sinnhaftigkeit ein solches Zentrum als Hotspot für Architektur und Forschung zu eröffnen, haben jedoch überzeugt.

VerfasserIn: Sarah Behrens // Studentische Arbeiten & Text: Sara Enab, Lena Gössel, Svenja Krüger, Philipp Ma & Katharina Müller / Lehrende: Sarah Behrens, Mark Blaschitz, Natascha Peinsipp, Felix Steinhoff & Ina Westheiden

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