MULTIINZIDENT SHELL I / 1995-2000 (A)

brief description: headquarters, offices, testing-hall of prisma engineering // space sharing aspects: hybrid of headquarters, offices and a testing-hall / atrium / common area / lounge / foyer / access balconies

location: Wien, Österreich
client: Künstlerhaus Wien
architecture: SPLITTERWERK
project-team: Mark Blaschitz, Hannes Freiszmuth, Edith Hemmrich, Josef Roschitz, Andreas Stampfer
photos and drawings: Nikolaos Zachariadis, SPLITTERWERK

site area: 80 sqm
built-up area: 28 sqm
costs: 10.000 EU
start of planning: 1995
completion: 2000
exhibition: den fuß in der tür, manifeste des wohnens

Multiincident Shells are switchable structures that are enriched with events

The program of daily life – kitchen niche, sleeping cove, bathing niche, etc. – is then integrated into the space in between. The new interior envelope is conceived as a continuously active media surface – Projections, enlarged picture screens or TV – that makes the spatial divisions into virtual phenomena. A 1:1 model apartment was built and tested by SPLITTERWERK in the spring of 2000 for the exhibition The Foot in the Door in the Künstlerhaus Vienna.

Multiinzidente Hüllen sind mit Ereignissen angereicherte, schaltbare Gefüge

Die für die Ausstellung Der Fuß in der Tür in den Räumlichkeiten des Künstlerhauses in Wien errichtete Multiinzidente Hülle I, wird durch Ereignisse des Wohnens informiert. Die Nettonutzfläche dieser in einem Raumlabor prototypisch realisierten Wohnung beträgt 28 m2. Davon bilden 20 m2 eine Art funktionsentleerte Zone. Die verbleibenden 8 m2 sind durch die Funktionen Badewanne, WC, Garderobe, Bett, Küche und diverse Stauräume belegt. Weiters sind die Funktionen Tisch, analoge und virtuelle Türen und eine Plakatwand Bestandteil dieses schaltbaren Gefüges. Alle Funktionen sind getrennt voneinander zur Zone zuschaltbar. So entstehen über 20 m2 große Badezimmer, Küche, Ess- und Schlafzimmer. Bezieht man demzufolge die Flächenberechnung des Prototypen auf seine Funktionen, ergibt das eine Wohnung mit einer Nettonutzfläche von 148 m2.

Die als Multiinzidente Hüllen ausgebildeten einzelnen Wohneinheiten sind addierbar, stapelbar und zu einander schaltbar. Das Erscheinungsbild von Außen ist durch die Addition der Hüllen, vor Allem aber durch Anzahl und Art der zuschaltbaren Funktionen geprägt. Die Frage nach Proportionen, der Kubatur und nach dem Rhythmus von Fassaden wird obsolet. Die Ausformung des Außenraumes ergibt sich rein aus den Anforderungsprofilen der Innenräume. Ein weiterer Paradigmenwechsel in der Gebäudelehre und im Städtebau ist zu beobachten. Eine neue Ästhetik entsteht.

VerfasserIn: Ina Westheiden // Bilder & Text: SPLITTERWERK

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben